Samstag, 29. Oktober 2011
philosophisches
jonesen, 19:57h
Freiheit und Unabhaengigkeit sind 2 voellig verschiedene Dinge.
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stephlipp,
Samstag, 29. Oktober 2011, 20:40
Rückfragen
Wieso sind Freiheit und Unabhaengigkeit Dinge?
Haben sie nicht eine gewisse Schnittmenge oder sind sie wirklich völlig verschieden?
Freiheit und Unabhaengigkeit sind auch heute lebendig und durchaus nicht verschieden.
Haben sie nicht eine gewisse Schnittmenge oder sind sie wirklich völlig verschieden?
Freiheit und Unabhaengigkeit sind auch heute lebendig und durchaus nicht verschieden.
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jonesen,
Samstag, 29. Oktober 2011, 21:12
Ein Ding muss nicht tot sein. Ein Ding muss nicht praktisch sein.
Ich nenne sie Dinge, weil mir kein besserer Ueberbegriff einfaellt.
Vielleicht haben sie eine Schnittmenge. Vielleicht gibt es aber auch nur bestimmte _Phaenomene_ (besser als Dinge?) bei denen beide gleichzeitig ohne kausalen Zusammenhang auftreten.
Vielleicht doch etwas zu extreme Wortwahl meinerseits. Wenn sie nicht verschieden sind, sind sie in bestimmten Konstellationen gleich ?
Oder sind sie einfach bloss aehnlich. Denn aepfel und birnen sind auch aehnlich, aber trotzdem verschieden. Sie unterscheiden sich.
Man kann nicht durch das eine auf das andere schliessen. Ein freier Mensch (soweit er frei sein kann) ist, solange er leben will, nie (!) Unabhaengig, denn die Eigenschaft "Mensch will leben" treibt ihn in Abhaengigkeit.
Manche Abhaengigkeit schafft erst Freiheit. Zum Beispiel die Freiheit in den Weltraum zu reisen ist nur durch die Abhaengigkeite von z.b. "Mission Control" moeglich.
Solange wir also bestimmte Sicherheiten brauchen, sind wir von diesen Abhaengig und nur mit Ihnen frei. In diesem Bereich der Sicherheiten scheinen sich Freiheit und Unabhaengigkeit geradezu zu widersprechen, da dort Abhaengigkeit und Freiheit einhergehen.
Sicherheiten sind z.b. essen, Luft, trinken, Sonnenlicht
Edit: Ja vll. war ich etwas zu voreilig mit der absoluten Formulierung.
Ich nenne sie Dinge, weil mir kein besserer Ueberbegriff einfaellt.
Vielleicht haben sie eine Schnittmenge. Vielleicht gibt es aber auch nur bestimmte _Phaenomene_ (besser als Dinge?) bei denen beide gleichzeitig ohne kausalen Zusammenhang auftreten.
Vielleicht doch etwas zu extreme Wortwahl meinerseits. Wenn sie nicht verschieden sind, sind sie in bestimmten Konstellationen gleich ?
Oder sind sie einfach bloss aehnlich. Denn aepfel und birnen sind auch aehnlich, aber trotzdem verschieden. Sie unterscheiden sich.
Man kann nicht durch das eine auf das andere schliessen. Ein freier Mensch (soweit er frei sein kann) ist, solange er leben will, nie (!) Unabhaengig, denn die Eigenschaft "Mensch will leben" treibt ihn in Abhaengigkeit.
Manche Abhaengigkeit schafft erst Freiheit. Zum Beispiel die Freiheit in den Weltraum zu reisen ist nur durch die Abhaengigkeite von z.b. "Mission Control" moeglich.
Solange wir also bestimmte Sicherheiten brauchen, sind wir von diesen Abhaengig und nur mit Ihnen frei. In diesem Bereich der Sicherheiten scheinen sich Freiheit und Unabhaengigkeit geradezu zu widersprechen, da dort Abhaengigkeit und Freiheit einhergehen.
Sicherheiten sind z.b. essen, Luft, trinken, Sonnenlicht
Edit: Ja vll. war ich etwas zu voreilig mit der absoluten Formulierung.
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stephlipp,
Montag, 31. Oktober 2011, 14:40
Persönliches und Konstruiertes
Wichtig wäre mir zu erfahren, wie der Verfasser JONESEN persönlich über Freiheit und Unabhängigkeit denkt, was er damit für Erfahrungen gemacht hat. Für mich sind es zunächst bloße Worte, deren Inhalt ich selbst konstruiere. Wichtig ist mir selbst: Welche Freiheit nehme ich mir persönlich? Was mute ich mir und anderen damit zu? Ich selbst bin die Begrenzung der Freiheit anderer und andere sind die Begrenzung meiner selbst - welche Balance ist möglich, wünschenswert, unvermeidlich?
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jonesen,
Mittwoch, 2. November 2011, 22:16
Abhaengigkeit und Unabhaengigkeit sind meiner Meinung nach als feststehende Begriffe zu sehen, solange man sie nicht fuer ein Feld zusammengeschlossener Bezugspunkte verwendet und damit die einzelnen Bezugspunkte zum Dienste des Feldes verallgemeinert.
--[Ich hoffe ich schwafle nicht zu sehr in Raetseln]--
Im Bezug auf den Menschen sind immer einzelne, von uns gesuchte Sicherheiten des Menschen unabhaengig oder nicht. Die wohl allen zugrundeliegende Sicherheit ist zum Beispiel die Sicherheit der Existenz. Diese laesst sich aufteilen in das Beduerfnis nach Essen, Trinken, Luft, Schlaf, usw. Wenn wir also existieren wollen, sind wir abhaengig von diesen Beduerfnissen, von deren Erfuellung.
Darauf aufbauend moechte der moderne Mensch medizinische Versorgung, einen festen Wohnsitz, ein Computer, ein Musikinstrument, kurz wir haben ein Beduerfnis nach einem gewissen Luxus, weil wir uns in ihm sicher fuehlen. Die Beschaeftigung ist auch eine Sicherheit - gegen die Langeweile oder die Einsamkeit.
Diese letzteren Sicherheiten sind aber von Subjekt zu Subjekt verschieden oder nicht vorhanden. Die Erhaltung unserer Existenz ist jedoch ein Beduerfnis, das glaube ich alle Menschen, bis auf wenige, meist idealistische Ausnahmen, miteinander verbindet.
Nun zur Freiheit:
Freiheit des Menschen ist fuer mich erstmal das Ausleben der tiefsten Beduerfnisse, so aehnlich wie ich das in meiner Abirede vorgestellt habe. Ob sie animalischeTriebe seien oder ein anderer, z.B. schoepferischer Drang ist erstmal unwichtig.
Damit ein Mensch diese Freiheit so ausleben kann, sind 2 Dinge notwendig:
1. Er kennt seine innersten Beduerfnisse
2. Sie kollidieren nicht mit seinen Sicherheiten
In den meisten Faellen schwimmen wir irgendwo dazwischen, so dass wir uns selbst im Weg stehen oder die Gesellschaft oder der Staat unseren Sicherheiten im Weg stehen oder wir glauben es zumindest.
Bin ich die Begrenzung der Freiheit anderer oder sind es nicht zuletzt die beidseitigen Sicherheiten, an denen wir uns festhalten und die dann zu gegenseitigen Einschraenkungen fuehren.
Wer bereit ist zu sterben und zu leiden, ist total frei, denn er kuemmert sich nicht um die Folgen seiner Tat.
Ein wichtiges Zitat in diesem Zusammenhang stammt von Pater Zussuf:"Du kannst machen, was du willst du musst nur mit den Konsequenzen klar kommen."
Nun ist die Schwierigkeit der Freiheit, solange man sein "Licht des Inneren" kennt, nicht zu machen was man will, sondern mit den Konsequenzen zurechtzukommen. Wenn sich diese Konsequenzen mit den Sicherheiten, den Abhaengigkeiten beissen, dann fuehlen wir uns in unserer Freiheit eingeschraenkt. Es sind jedoch wir, die durch, teils indiskutable Sicherheiten (Existenz) die Freiheit einschraenken. Es ist dann auch egal wie unabhaengig wir von wievielen Dingen sind, solange uns unsere Abhaengigkeiten einschraenken werden wir unfrei. Es sind dann also die Abhaengigkeiten, die unsere Freiheit dominieren und nicht unsere Unabhaengigkeiten.
Im extremen Fall auf der Suche nach Unabhaengigkeit machen wir uns manchmal auch zu Sklaven der Unabhaengigkeit, unabhaengigkeit um jeden Preis. Ich frage euch: Wozu?
Wie kann ich mir Freiheit nehmen? Sie ist doch kein Kuchen, ist es nicht eher ein ausleben der Freiheit?
Ich hoffe mal wieder, dass ich nicht zu ausschweifend, zu verworren, zu hochtrabend geschrieben und gedacht habe.
--[Ich hoffe ich schwafle nicht zu sehr in Raetseln]--
Im Bezug auf den Menschen sind immer einzelne, von uns gesuchte Sicherheiten des Menschen unabhaengig oder nicht. Die wohl allen zugrundeliegende Sicherheit ist zum Beispiel die Sicherheit der Existenz. Diese laesst sich aufteilen in das Beduerfnis nach Essen, Trinken, Luft, Schlaf, usw. Wenn wir also existieren wollen, sind wir abhaengig von diesen Beduerfnissen, von deren Erfuellung.
Darauf aufbauend moechte der moderne Mensch medizinische Versorgung, einen festen Wohnsitz, ein Computer, ein Musikinstrument, kurz wir haben ein Beduerfnis nach einem gewissen Luxus, weil wir uns in ihm sicher fuehlen. Die Beschaeftigung ist auch eine Sicherheit - gegen die Langeweile oder die Einsamkeit.
Diese letzteren Sicherheiten sind aber von Subjekt zu Subjekt verschieden oder nicht vorhanden. Die Erhaltung unserer Existenz ist jedoch ein Beduerfnis, das glaube ich alle Menschen, bis auf wenige, meist idealistische Ausnahmen, miteinander verbindet.
Nun zur Freiheit:
Freiheit des Menschen ist fuer mich erstmal das Ausleben der tiefsten Beduerfnisse, so aehnlich wie ich das in meiner Abirede vorgestellt habe. Ob sie animalischeTriebe seien oder ein anderer, z.B. schoepferischer Drang ist erstmal unwichtig.
Damit ein Mensch diese Freiheit so ausleben kann, sind 2 Dinge notwendig:
1. Er kennt seine innersten Beduerfnisse
2. Sie kollidieren nicht mit seinen Sicherheiten
In den meisten Faellen schwimmen wir irgendwo dazwischen, so dass wir uns selbst im Weg stehen oder die Gesellschaft oder der Staat unseren Sicherheiten im Weg stehen oder wir glauben es zumindest.
Bin ich die Begrenzung der Freiheit anderer oder sind es nicht zuletzt die beidseitigen Sicherheiten, an denen wir uns festhalten und die dann zu gegenseitigen Einschraenkungen fuehren.
Wer bereit ist zu sterben und zu leiden, ist total frei, denn er kuemmert sich nicht um die Folgen seiner Tat.
Ein wichtiges Zitat in diesem Zusammenhang stammt von Pater Zussuf:"Du kannst machen, was du willst du musst nur mit den Konsequenzen klar kommen."
Nun ist die Schwierigkeit der Freiheit, solange man sein "Licht des Inneren" kennt, nicht zu machen was man will, sondern mit den Konsequenzen zurechtzukommen. Wenn sich diese Konsequenzen mit den Sicherheiten, den Abhaengigkeiten beissen, dann fuehlen wir uns in unserer Freiheit eingeschraenkt. Es sind jedoch wir, die durch, teils indiskutable Sicherheiten (Existenz) die Freiheit einschraenken. Es ist dann auch egal wie unabhaengig wir von wievielen Dingen sind, solange uns unsere Abhaengigkeiten einschraenken werden wir unfrei. Es sind dann also die Abhaengigkeiten, die unsere Freiheit dominieren und nicht unsere Unabhaengigkeiten.
Im extremen Fall auf der Suche nach Unabhaengigkeit machen wir uns manchmal auch zu Sklaven der Unabhaengigkeit, unabhaengigkeit um jeden Preis. Ich frage euch: Wozu?
Wie kann ich mir Freiheit nehmen? Sie ist doch kein Kuchen, ist es nicht eher ein ausleben der Freiheit?
Ich hoffe mal wieder, dass ich nicht zu ausschweifend, zu verworren, zu hochtrabend geschrieben und gedacht habe.
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theklotte,
Montag, 14. November 2011, 15:04
so und nu komm ich mit meinem blick
Freiheit kann ich mir nicht nehmen. ich bin frei geboren.
so sehe ich zumindest die welt, in der ich lebe.
durch grundbedürfnisse, die du abhängigkeiten nennst, bin ich als kind in einem system groß geworden, dass mir sicherheit in der befriedigung eben dieser bedürfnisse gab. im älterwerden hatte ich dadurch zeit mich mit meinem selbst auseinander zu setzen, mich selbst zu suchen und kennen zu lernen. Ich habe mich selbst oft als gefangen in mir wahr genommen. ich habe mich in diesem zusammenhang aber mehr mit meinen begrenzungen, fehlern und dem, was mich hemmt, befasst, so dass ich nur die unfreiheit gesehen und gefühlt habe, weil diese mein denken beherrschten. beschäftige ich mich jedoch im geiste mit meiner freiheit und sage mir immer wieder: ich kann jetzt so handeln, wie ich es als kind einmal gelernt habe, und darunter leiden, weil ich mich im handeln unfrei fühle, oder ich entscheide mich dafür anders zu handeln, neu und ungewohnt. anders zu handeln, denken, zu sein als ich es gewohnt bin fühlt sich sehr eigenartig an, weil ich das einengende gerüst um mich herum dann nicht mehr habe. meine eigenen fesseln sind gesprengt, aber wohin mit meinen händen, wenn sie nicht gefesselt sind? unsicherheit tritt auf, ich lebe durch sie durch und bald wird freies handeln zur gewohnheit.
kennst du die bedürfnispyramide nach maslow?
http://dialogmarketing.anarcho-versand.de/wp-content/uploads/2011/03/maslow.gif
das ist eine theorie, nach der der mensch erst einmal die befriedigung seiner grundbedürfnisse braucht, um sich dann mit eben diesen ideen wie freiheit und selbstverwirklichung zu beschäftigen.
ich gehe nicht hundertprozentig d'accord mit dieser theorie, da es doch immer wieder beispiele von anders gearteten menschen gibt. andererseits wird da aber eine grundtendenz beschrieben, die ich an mir auch beobachten kann. vielleicht kannst du damit ja was anfangen.
ich denke gerade so vor mich hin, deshalb noch ein gedanke noch nicht so ganz in den zusammenhang gebettet: deine freiheit wird dann nicht von deinen abhängigkeiten oder grundbedürfnissen berührt oder beschränkt, wenn du dich mit diesen desidentifizieren kannst. eine technik die desidentifikation zu erproben idt die meditation. ein beispiel: hunger ist in mir, doch ich bin nicht der hunger und muss deshalb nicht dem trieb nachgehen und mir schnell irgendetwas brauchbares in den mund stopfen. in dieser handlung würde ich mich unfrei fühlen. ich nehme den hunger in mir wahr und kann mich entscheiden, wie ich danach handele. bleibe ich sitzen und denke weiter über die freiheit nach oder suche ich mir ganz frei etwas zu essen, das jetzt zu mir passt.
deine freiheit ist angeboren. es geht darum, deinen zugang zu ihr zu vergrößern.
abhängigkeit ist übrigens sehr global formuliert. es gibt sowas wie grundbedürfnisse, aber auch darunter kann lässt sich mehrfach unterscheiden nach pseudobedürfnissen oder verschobenen bedürfnissen. zum beispiel das bedürfnis nach einem computerspiel könnte ein verschobenes bedürfnis sein, weil ich mir eigentlich nichts sehnlichster als einen partner wünsche.
das nur am rande, eine ausführung würde zu weit führen, schließlich will ich jetzt nun doch was für die uni machen:neuro. unser gehirn feuert und feuert und je mehr wir uns im freien denken üben, umso gewohnter ist dieses denken für unser gehirn und es wird es immer leichter und öfter tun. wohingegen gefangene gedanken im kreis um dich selbst genauso diese gedankenkreise stetig wachsen lassen können.
allgemein herrscht der glaube, dass wir auch deshalb unfrei sind, weil wir ja in unserer kindheit so geformt wurden. es gibt ein buch, das ich nicht gelesen habe, aber dessen titel ich sehr mag: es ist nie zu spät, eine glückliche kindheit zu haben.
so sehe ich zumindest die welt, in der ich lebe.
durch grundbedürfnisse, die du abhängigkeiten nennst, bin ich als kind in einem system groß geworden, dass mir sicherheit in der befriedigung eben dieser bedürfnisse gab. im älterwerden hatte ich dadurch zeit mich mit meinem selbst auseinander zu setzen, mich selbst zu suchen und kennen zu lernen. Ich habe mich selbst oft als gefangen in mir wahr genommen. ich habe mich in diesem zusammenhang aber mehr mit meinen begrenzungen, fehlern und dem, was mich hemmt, befasst, so dass ich nur die unfreiheit gesehen und gefühlt habe, weil diese mein denken beherrschten. beschäftige ich mich jedoch im geiste mit meiner freiheit und sage mir immer wieder: ich kann jetzt so handeln, wie ich es als kind einmal gelernt habe, und darunter leiden, weil ich mich im handeln unfrei fühle, oder ich entscheide mich dafür anders zu handeln, neu und ungewohnt. anders zu handeln, denken, zu sein als ich es gewohnt bin fühlt sich sehr eigenartig an, weil ich das einengende gerüst um mich herum dann nicht mehr habe. meine eigenen fesseln sind gesprengt, aber wohin mit meinen händen, wenn sie nicht gefesselt sind? unsicherheit tritt auf, ich lebe durch sie durch und bald wird freies handeln zur gewohnheit.
kennst du die bedürfnispyramide nach maslow?
http://dialogmarketing.anarcho-versand.de/wp-content/uploads/2011/03/maslow.gif
das ist eine theorie, nach der der mensch erst einmal die befriedigung seiner grundbedürfnisse braucht, um sich dann mit eben diesen ideen wie freiheit und selbstverwirklichung zu beschäftigen.
ich gehe nicht hundertprozentig d'accord mit dieser theorie, da es doch immer wieder beispiele von anders gearteten menschen gibt. andererseits wird da aber eine grundtendenz beschrieben, die ich an mir auch beobachten kann. vielleicht kannst du damit ja was anfangen.
ich denke gerade so vor mich hin, deshalb noch ein gedanke noch nicht so ganz in den zusammenhang gebettet: deine freiheit wird dann nicht von deinen abhängigkeiten oder grundbedürfnissen berührt oder beschränkt, wenn du dich mit diesen desidentifizieren kannst. eine technik die desidentifikation zu erproben idt die meditation. ein beispiel: hunger ist in mir, doch ich bin nicht der hunger und muss deshalb nicht dem trieb nachgehen und mir schnell irgendetwas brauchbares in den mund stopfen. in dieser handlung würde ich mich unfrei fühlen. ich nehme den hunger in mir wahr und kann mich entscheiden, wie ich danach handele. bleibe ich sitzen und denke weiter über die freiheit nach oder suche ich mir ganz frei etwas zu essen, das jetzt zu mir passt.
deine freiheit ist angeboren. es geht darum, deinen zugang zu ihr zu vergrößern.
abhängigkeit ist übrigens sehr global formuliert. es gibt sowas wie grundbedürfnisse, aber auch darunter kann lässt sich mehrfach unterscheiden nach pseudobedürfnissen oder verschobenen bedürfnissen. zum beispiel das bedürfnis nach einem computerspiel könnte ein verschobenes bedürfnis sein, weil ich mir eigentlich nichts sehnlichster als einen partner wünsche.
das nur am rande, eine ausführung würde zu weit führen, schließlich will ich jetzt nun doch was für die uni machen:neuro. unser gehirn feuert und feuert und je mehr wir uns im freien denken üben, umso gewohnter ist dieses denken für unser gehirn und es wird es immer leichter und öfter tun. wohingegen gefangene gedanken im kreis um dich selbst genauso diese gedankenkreise stetig wachsen lassen können.
allgemein herrscht der glaube, dass wir auch deshalb unfrei sind, weil wir ja in unserer kindheit so geformt wurden. es gibt ein buch, das ich nicht gelesen habe, aber dessen titel ich sehr mag: es ist nie zu spät, eine glückliche kindheit zu haben.
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theklotte,
Montag, 14. November 2011, 16:10
subjektiv
das habe ich grade jetzt gelesen: Menschen aus westlichen Nationen (USA, Europa...) fühlen sich tendenziell freier in ihren Lebensentscheidungen, als Menschen aus anderen Regionen der Welt.
is freiheit wohl "nur" ein subjektiv empfundener zustand?
is freiheit wohl "nur" ein subjektiv empfundener zustand?
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jonesen,
Samstag, 3. Dezember 2011, 12:51
Ich habe vor einiger Zeit von jemandem vom "Determinalismus" gehoert, einer Theorie, das theoretisch alles vorraussagbar ist, wenn man nur alle Praemissen kennt. Das laesst sich auch auf den Menschen uebertragen, dass die eigenen Handlungen dann nur Summe aller Einflusse des Lebens sind, z.B. Gene, Schwangerschaft, Kindheit, usw.
Eine auf der einen Seite interessante Theorie, ich als Physiker vermisse dort jedoch den Quantenzufall, ein objektiver Zufall.
Vielleicht ist das dann der Moment der Freiheit, das zufaellige und spontane Handeln - eine doch beaengstigende Freiheit.
Wenn wir Freiheit nun so Konsequent zueende denken wuerden, dann wuerde ja auch schon die Logik oder die Moral einschraenkend und damit Freiheitraubend sein. Wer aber will unlogisch denken und unmoralisch handeln ?
Daher halte ich den Begriff Autonomie mitlerweile fuer eher angebracht. Autonomes Handeln heisst ja moeglichst den eigenen Beduerfnissen nach zu handeln.
Nun wirds interessant, da hier die eigenen Beduerfnisse ins Spiel kommen und wir uns bei denen manchmal gar nicht so sicher sein koennen, wie bei dem Computerspielbeispiel.
An dieser Stelle moechte ich den Bogen zu meiner gerade abgeschlossenen Lektuere schlagen (Eine Verteidigung des Utilitarismus, Bernward Gesang).
Hier wird, um die Beduerfnisse der Menschen im utilitarischsten Sinne zu werten und aufzuwiegen eine Realitaetspruefung vorgeschlagen.
Im Prinzip geht es darum zu pruefen, ob eine Praeferenz, ein Beduerfnis, auch noch unter idealisierten Informationsbedingungen existent ist, ob man auch bei "Kenntnis und intensiver Veranschaulichung aller relevanten Fakten und Folgen" (Gesang, B.) immer noch dieses Beduerfnis, diesen Wunsch, diese Praeferenz hat.
Die Realitaetspruefung geht auf R.B. Brandt zurueck und ist denke ich doch schon mal ein beachtungswuerdiger Ansatz, auf dem Weg zur Kenntnis des eigenen Willens, auch wenn diese Realitaetspruefung doch nicht immer 100% moeglich ist.
- tempus fugit -
Eine sowieso sehr zu empfehlende Lektuere:
"Eine Verteidigung des Utilitarismus", Bernward Gesang
erschienen bei Reclams Universalbibliothek - was haette sich der gute jonesen auch sonst auf Reisen fuer ein Buch gekauft.
Eine auf der einen Seite interessante Theorie, ich als Physiker vermisse dort jedoch den Quantenzufall, ein objektiver Zufall.
Vielleicht ist das dann der Moment der Freiheit, das zufaellige und spontane Handeln - eine doch beaengstigende Freiheit.
Wenn wir Freiheit nun so Konsequent zueende denken wuerden, dann wuerde ja auch schon die Logik oder die Moral einschraenkend und damit Freiheitraubend sein. Wer aber will unlogisch denken und unmoralisch handeln ?
Daher halte ich den Begriff Autonomie mitlerweile fuer eher angebracht. Autonomes Handeln heisst ja moeglichst den eigenen Beduerfnissen nach zu handeln.
Nun wirds interessant, da hier die eigenen Beduerfnisse ins Spiel kommen und wir uns bei denen manchmal gar nicht so sicher sein koennen, wie bei dem Computerspielbeispiel.
An dieser Stelle moechte ich den Bogen zu meiner gerade abgeschlossenen Lektuere schlagen (Eine Verteidigung des Utilitarismus, Bernward Gesang).
Hier wird, um die Beduerfnisse der Menschen im utilitarischsten Sinne zu werten und aufzuwiegen eine Realitaetspruefung vorgeschlagen.
Im Prinzip geht es darum zu pruefen, ob eine Praeferenz, ein Beduerfnis, auch noch unter idealisierten Informationsbedingungen existent ist, ob man auch bei "Kenntnis und intensiver Veranschaulichung aller relevanten Fakten und Folgen" (Gesang, B.) immer noch dieses Beduerfnis, diesen Wunsch, diese Praeferenz hat.
Die Realitaetspruefung geht auf R.B. Brandt zurueck und ist denke ich doch schon mal ein beachtungswuerdiger Ansatz, auf dem Weg zur Kenntnis des eigenen Willens, auch wenn diese Realitaetspruefung doch nicht immer 100% moeglich ist.
- tempus fugit -
Eine sowieso sehr zu empfehlende Lektuere:
"Eine Verteidigung des Utilitarismus", Bernward Gesang
erschienen bei Reclams Universalbibliothek - was haette sich der gute jonesen auch sonst auf Reisen fuer ein Buch gekauft.
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